
Über PyFlex
Was ist PyFlex?
Das gemeinsame Forschungsprojekt besteht aus den Forschungsgruppen Energiesysteme und Energiewirtschaft (EEW)
und Pyrolysis and PV (PnP) am Institut für Nachhaltige Energiesysteme (INES) der Hochschule Offenburg (HSO)
und Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)) in Berlin.
Was macht das Projekt PyFlex?
PyFlex untersucht die Rolle der Pyrolyse als flexible und sektorübergreifende Technologie im zukünftigen Energiesystem. Ziel ist es, das Potenzial von Pyrolyseanlagen zur Bereitstellung von Flexibilität im Strom- und Wärmesystem systematisch zu analysieren und zu bewerten. Dazu werden verschiedene Modelle kombiniert:
- Detailliertes Energiesystemmodell
- Digitaler Zwilling der Pyrolyseanlage
- Betriebswirtschaftliche Analyse
- Ökologische Analysen
Im Fokus stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Energiesystem, Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkungen. Zudem wird untersucht, wie Pyrolyse im Vergleich zu anderen Flexibilitätsoptionen abschneidet und welche Rolle sie in einem klimaneutralen Energiesystem einnehmen kann.
Was ist die Motivation?
Die Motivation des Projekts liegt in der Notwendigkeit, innovative Technologien zur Dekarbonisierung und zur Erreichung der Klimaziele zu entwickeln. Pyrolyse bietet hierbei großes Potenzial, da sie nicht nur erneuerbare Energie in Form von Strom und Wärme bereitstellt, sondern auch CO₂ langfristig in Form von Pflanzenkohle binden kann. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Flexibilität im Energiesystem durch den steigenden Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien. Bisher wurde die Pyrolyse jedoch kaum im Hinblick auf einen flexiblen und sektorübergreifenden Betrieb untersucht. PyFlex adressiert diese Forschungslücke, indem es die Technologie ganzheitlich bewertet und ihre Rolle im zukünftigen Energiesystem analysiert.
Von links nacht rechts: Heide Biollaz (HSO), Hannes Bluhm (IÖW), Niklas Hartmann (HSO), Meritxell Domènech Monfort (HSO), Monika Orlowski (IÖW), Anna Sandhaas (HSO)
Bildquelle: Hochschule Offenburg

Team HSO

Meritxell Domènech Monfort

Anna Sandhaas

Prof. Dr. Daniel Kray

Prof. Dr. Heide Biollaz

Dr. Prof. Niklas Hartmann
Team IÖW

Hannes Bluhm

Monika Orlowski
Partner:innen
Die Hochschule Offenburg (HSO) ist eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Mitglied in der European University
Association (EUA), in welcher besonders forschungsstarke Hochschulen europaweit miteinander vernetzt sind. Sie verfügt über sechs
zentrale, öffentlich beworbene Forschungsprofile. Hierzu gehört auch der Profilschwerpunkt „Nachhaltige Energiesysteme“.
Das Institut für nachhaltige Energiesysteme (INES) der HSO ist ein in 2012 gegründetes, fakultätsübergreifendes Forschungsinstitut,
in dem derzeit 11 Professor*Innen und ihre Mitarbeiter*innen in 6 Forschungsgruppen interdisziplinär in mehr als 30 Forschungs- und
Entwicklungsprojekten der Energiesystemtechnik arbeiten. Darunter gehören die Bereiche Batterietechnik, Elektromobilität,
Energiewirtschaft, Gebäudeenergietechnik, Photovoltaiktechnik, Smart Grids und Pflanzenkohle.
In PyFlex untersucht die HSO die Fragen, wie ein generisches Pyrolysemodell als digitaler Zwilling zur Abbildung und Optimierung flexibler Betriebskonfigurationen entwickelt werden kann, sowie wie im Energiesystem der Wärmesektor erweitert und die Pyrolyse zur Bewertung ihres systemischen Nutzens und ihres flexiblen Einsatzes integriert werden kann.
Das IÖW ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. Wir erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält.
Im Forschungsfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz führen wir Studien und Gutachten zur Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Teile des Energiesystems, Technologien der Energieeffizienz sowie der Erneuerbaren Energien sowie politischen Förderinstrumenten durch. Unser Vorgehen zeichnet sich durch einen inter- und transdisziplinären Forschungsansatz aus. Unsere Mitarbeiter*innen decken mit ihren Hintergründen der Ökonomie, Ingenieurswissenschaften, Soziologie und Naturwissenschaften ein weites Spektrum unterschiedlicher Disziplinen ab.



