Forschungsprojekt Landgewinn

Eine fachlich übergreifende Analyse dreier Dekarbonisierungsstrategien zur Erstellung einer Energiesystemanalyse, die die Potenziale und Handlungsoptionen für die CO2-Reduzierung in der Landwirtschaft darstellen soll.

Über FYI Landgewinn

Was ist Landgewinn?

Das Verbundforschungsprojekt besteht aus den Forschungsgruppen Energiesysteme und Energiewirtschaft (EEW) und Photovoltaik und Pflanzenkohle (PVT) des Instituts für nachhaltige Energiesysteme (INES) der Hochschule Offenburg, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin und dem Kehler Institut für Angewandte Forschung (KIAF) der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl.

Was macht das Projekt Landgewinn?

Das Forschungsprojekt Landgewinn ist eine fachlich übergreifende Analyse dreier Dekarbonisierungsstrategien zur Erstellung einer Energiesystemanalyse, die die Potenziale und Handlungsoptionen für die CO2 Reduzierung in der Landwirtschaft darstellen soll.

Was ist die Motivation?

Viele landwirtschaftliche Betriebe und der deutsche Agrarsektor insgesamt stehen vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung und Emissionen mittel- und langfristig mit den Energie- und Klimazielen in Einklang zu bringen. Seit Jahren befinden sich die Emissionen und Energieverbräuche des Agrarsektors aber auf einem anhaltend hohen Niveau.

Eine integrierte Begutachtung der Sektoren Land- und Energiewirtschaft im Rahmen der Energiesystemanalyse soll dabei neue Perspektiven für die Erreichung dieser Ziele eröffnen. Einfließen werden dabei innovative Technologien wie die Agri-Photovoltaik, also die Verknüpfung von Landwirtschaft und der Stromerzeugung durch Photovoltaikmodule, sowie die Pflanzenkohle oder auch weitere Technologien wie die landwirtschaftliche Elektromobilität, die Flexibilisierung der Stromnachfrage oder Agroforstsysteme.

Solche Ansätze an der Schnittstelle zwischen Land- und Energiewirtschaft ermöglichen es, erneuerbare Ausbaupotenziale zu erhöhen, landwirtschaftliche Produktionssysteme zu verbessern und Energieverbräuche und Emissionen zu senken.

Von links nacht rechts: Michael Frey (HSK), Niklas Hartmann (HSO), Anna Sandhaas (HSO), Hannes Bluhm (IÖW), Johannes Rupp (IÖW), Christoph Pönisch (HSO), Tobias Keinath (ISE), Meritxell Domènech Monfort (HSO), Antonia Kallina (HSK), Daniel Kray (HSO), Maximilian Trommsdorff (ISE)

 

Bildquelle: Hochschule Offenburg

Team

Senior researchers

Partner:innen

Die Hochschule Offenburg (HSO) ist eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Mitglied in der European University Association (EUA), in welcher besonders forschungsstarke Hochschulen europaweit miteinander vernetzt sind. Sie verfügt über sechs zentrale, öffentlich beworbene Forschungsprofile. Hierzu gehört auch der Profilschwerpunkt „Nachhaltige Energiesysteme“.

Das Institut für nachhaltige Energiesysteme (INES) der HSO ist ein in 2012 gegründetes, fakultätsübergreifendes Forschungsinstitut, in dem derzeit 11 Professor*Innen und ihre Mitarbeiter*innen in 6 Forschungsgruppen interdisziplinär in mehr als 30 Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Energiesystemtechnik arbeiten. Darunter gehören die Bereiche Batterietechnik, Elektromobilität, Energiewirtschaft, Gebäudeenergietechnik, Photovoltaiktechnik, Smart Grids und Pflanzenkohle.

Im Projekt Landgewinn arbeiten zwei Teams des INES zum einen an der Identifizierung und Bewertung von Dekarbonisierungstechnologien und zum anderen in der energiesystemanalytischen Bewertung dieser Technologien.

T: +49 781 205 0
W: hs-offenburg.de

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ist mit über 1.300 Mitarbeiter*innen das größte Solarforschungsinstitut Europas. Die Arbeit am Institut reicht von der Erforschung wissenschaftlicher und technologischer Grundlagen für Solarenergieanwendungen über die Entwicklung von Produktionstechnologien und Prototypen bis hin zum Bau von Demonstrationssystemen.

Als Urheber der Agri-PV-Idee besitzt das Fraunhofer ISE mehr als 12 Jahre Erfahrung im Bereich der dualen Landnutzung zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und Solarstrom. Das Fraunhofer ISE arbeitete bislang in 16 Agri-PV Projekten in 9 verschiedenen Ländern.

Im Projekt Landgewinn arbeitet ein interdisziplinäres Team an der ökologischen und ökonomischen Bewertung der Dekarbonisierungstechnologien mit Fokus auf Agri-PV. Hierzu wird eine Ökobilanz (engl.: LCA = Life-Cycle-Assessment) erstellt und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt.

T: +49 761 4588-0
W: ise.fraunhofer.de

Das IÖW ist ein führendes wissenschaftliches Institut auf dem Gebiet der praxisorientierten Nachhaltigkeitsforschung. Wir erarbeiten Strategien und Handlungsansätze für ein zukunftsfähiges Wirtschaften – für eine Ökonomie, die ein gutes Leben ermöglicht und die natürlichen Grundlagen erhält.

Im Forschungsfeld Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz führen wir Studien und Gutachten zur Entwicklung und Bewertung unterschiedlicher Teile des Energiesystems, Technologien der Energieeffizienz sowie der Erneuerbaren Energien sowie politischen Förderinstrumenten durch. Unser Vorgehen zeichnet sich durch einen inter- und transdisziplinären Forschungsansatz aus. Unsere Mitarbeiter*innen decken mit ihren Hintergründen der Ökonomie, Ingenieurswissenschaften, Soziologie und Naturwissenschaften ein weites Spektrum unterschiedlicher Disziplinen ab.

In Landgewinn untersucht das IÖW die Frage, inwiefern die Dekarbonisierungstechnologien ökonomisch und ökologisch sinnvoll umsetzbar sind und berücksichtigt dabei die Perspektiven unterschiedlicher Stakeholder.

T: +49 30 884 594 0
W: ioew.de

Das Kehler Institut für angewandte Forschung (KIAF), angegliedert an die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl ist eine forschungsstarke, 2015 gegründete, auf den Bereich der öffentlichen Verwaltung spezialisierte Forschungseinrichtung für Angewandte Wissenschaften (HAW).

Die Alleinstellungsmerkmale des KIAF liegen gegenüber anderen Forschungseinrichtungen zum einen in dem stark interdisziplinären Forschungsansatz und der strikt anwendungsbezogenen und damit praxistauglichen und umsetzbaren Ausrichtung der Forschung in Partnerschaft mit Gemeinden, Verwaltungsbehörden und der Wirtschaft (z. B. Energieversorger).

Im Projekt Landgewinn arbeitet das Team um Herrn Prof. Dr. Michael Frey an den rechtlich administrativen Fragestellungen im Bereich Pflanzenkohle, Agri-Photovoltaik und Mobilität komplementär zu der technisch und ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten HSO.

T: +49 (0)7851 894 0
W: hs-kehl.de

GOLDBECK SOLAR ist ein internationales Unternehmen, das sich auf den schlüsselfertigen Bau von Solaranlagen auf gewerblicher, industrieller und großer Ebene spezialisiert hat. Unsere Lösungen sind zuverlässig, erschwinglich und profitabel. Unser Team um unsere Geschäftsführer Joachim Goldbeck und Tobias Schüßler setzen auf die Integration von Technologien auf höchstem Niveau, hochwertigen Dienstleistungen und langjähriger Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

T: +49 6201 7103 300
W: goldbecksolar.com

Fördermittel-
geber